Sie haben Ihren Welpen beim Züchter ausgesucht und nun ist es endlich soweit, der Welpe zieht ein, was Sie alles brauchen und was auf Sie zukommen wird, hier eine kurze Zusammenfassung:

Sicherlich haben Sie den Züchter bevor Sie den Kleinen holen schon besucht, hier empfiehlt es sich eine Decke mitzunehmen und abzugeben, damit sie den gewohnten Geruch annimmt. Diese nehmen Sie am Tag der Abholung mit und legen Sie an den Schlafplatz, z.B. Hundekorb. Durch den vertrauten Geruch fühlt sich Ihr Hundebaby dann nicht völlig fremd.

Mein Tipp ist eine Hundebox. Diese hat sich wirklich bezahlt gemacht und hat mir persönlich in Sachen Stubenreinheit gute Dienste getan. Sie stellen diese Box am besten neben Ihr Bett, dann hören Sie nämlich auch sofort wenn sich der Welpe meldet. Abends legen Sie das Hundebaby in die Box und schliessen die Tür, sieht zwar aus wie ein Gefängnis, aber da muss er durch. Der Welpe ist nun in der Box eingesperrt, das verhindert zum einen, dass Ihr Welpe nachts herumgeistert und irgendwo hinmacht und zum anderen lernt er so am schnellsten sich zu melden. Denn Hunde beschmutzen von Natur aus nicht ihr Nest und so wird auch Ihr Welpe, wenn er muss, alle Hebel in Bewegung setzen um dies zu verhindern, er wird sich melden. Dann nehmen Sie ihn aus der Box und gehen mit ihm raus, loben ihn wenn er sein Geschäft gemacht hat und tun ihn wieder in die Box. Auch tagsüber, wenn Sie mal putzen, können Sie den Racker für kurze Zeit dort unterbringen. Auch beim ersten Alleinlassen ist die Box für die ersten Übungen einwandfrei. Die Hundebox hat auch später viele Vorteile und ist sehr nützlich, bspw. bei Tierarztbesuchen, im Auto, auf der Ausstellung oder auf Reisen.

Als Welpe beansprucht Ihr Hund sehr viel Zeit, Sie sollten auf jeden Fall völlig frei sein, das Beste ist Urlaub zu nehmen, denn so klein ihr Hund auch noch ist, sein Tatendrang und seine Neugier sind gross und seine Lernfähigkeit ist enorm. Unternehmen Sie viel mit ihm, gehen Sie dahin wo es laut ist, gehen Sie zum Wasser, bringen Sie ihn mit Artgenossen zusammen, dies ist sehr wichtig, besuchen Sie deshalb eine Welpenschule. Je mehr der Hund im Welpenalter lernt, desto fester ist später sein Charakter und umso unkomplizierter ist das Zusammenleben. "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr!".

Spielen tun sie alle gern, egal ob gross oder klein. Spielen Sie von Anfang an mit Ihrem Welpen, das stärkt die Bindung. Verwenden Sie bitte nur Hundespielzeug, welches im Fachhandel erhältlich ist. Also kein Kinderspielzeug, wie Plüschtiere, Legosteine, Murmeln usw.. Der Welpe könnte Kleinteile verschlucken und dies kann lebensbedrohlich sein oder gar zum Tod führen. Vermeiden Sie Zerrspiele beim Welpen!!! Da die Kieferknochen in diesem Alter noch nicht komplett gefestigt sind, kann durch Zerren schnell aus einem knappen Scherengebiss ein Zangenbiss oder gar ein Vorbiss entstehen. Von herausgerissenen Zähnen ganz zu schweigen.

Damit Ihr Hund auch im Alter noch ein schönes "Lachen" hat, fangen Sie gleich beim Welpen an. Bieten Sie ihm Kaustangen (aus Büffelhaut, Ochsenziemer...) an. Das ist vorallem auch sinnvoll in der Umzahnphase, da der Welpe durch den Zahnwechsel einen stärkeren Kaudrang hat und ich denke nicht, dass Sie begeistert wären wenn er stattdessen Ihre Schuhe oder Möbel annagt. Eine gute Alternative sind auch Markknochen vom Kalb, natürlich gekocht und nicht öfters als 1 mal die Woche (Verstopfungsgefahr). Einfach bei Ihrem Metzger danach fragen, kostet auch meistens nichts. Sie können Ihrem Hund auch die Zähne putzen (Hundezahnpasta + Zahnbürste im Fachhandel), allerdings sollten Sie dies im Welpenalter anfangen, denn der erwachsene Hund stellt sich dabei oft recht bockig an.

Damit Ihr Welpe schnell stubenrein wird gehen Sie am besten alle 1,5 bis 2 Std. mit ihm raus, nach jedem Fressen, Schlafen und Spielen (und am besten vor dem Spielen auch, da passiert öfters ein kleines Malheur). Sie gehen immer ungefähr an die selbe Stelle draussen, setzen den Kleinen hin und sagen: "Mach was!". Wenn er dann was macht, sagen Sie während er sein Geschäft macht immer wieder: "Ja, mach was! So ists fein!" Loben Sie ihn ausgiebig und das immer, dann kapiert er es am schnellsten. Gehen Sie bei der Stubenreinheit genauso konsequent ran wie bei der Erziehung und Ihr Hund wird ruck-zuck sauber sein. Nachts tun Sie den Welpen wie oben beschrieben in die Box. Schimpfen Sie den Hund bitte nur, wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen. Haben Sie Geduld, das wird schon, Sie müssen Ihren Welpe lediglich im Auge behalten, z.B. er schnüffelt wie wild auf dem Boden, dreht sich mehrmals, läuft aufgeregt herum... das sind alles Zeichen, beobachten Sie ihn und dann müssen Sie nur schneller sein, sonst heisst es Putzen. Wenn Sie die Kampfspuren beseitigen, tun Sie das bitte stillschweigend und ohne dass es der Hund sieht (verfrachten Sie ihn solange in ein anderes Zimmer oder in die Box). Denn wenn Sie sich lautstark aufregen kann dieses Verhalten von Ihnen die Aufmerksamkeit des Welpens darauf ziehn und er verbindet das damit, und somit macht er dann öfters rein, da Sie ihm ja dann die Aufmerksamkeit schenken. Ist der Hund einmal sauber, ist es geschafft, Sie haben nun wieder etwas mehr Zeit, jedoch ist die schöne Welpenzeit dann auch fast vorbei.
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